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Martin-Luther-Universität
Institut für Politikwissenschaft
Arms Control and Global Order (ACGO) Research Unit

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Arms Control and Global Order Research Unit

Macht, Technologie und Ressourcen in einer multipolaren Welt besser verstehen.

ACGO analysiert, wie technologische Innovationen und kritische Rohstoffe internationale Ordnung, Rüstungskontrolle und globale Governance verändern.

ACGO ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe zur Analyse der politischen und materiellen Grundlagen internationaler Ordnung. Aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven wird untersucht, wie technologische Innovationen und die geopolitische Bedeutung kritischer Rohstoffe Machtverhältnisse, Sicherheitsdynamiken und Möglichkeiten internationaler Regulierung beeinflussen.

Ziel ist es, systematisch zu erklären, unter welchen Bedingungen Staaten in einer zunehmend multipolaren Welt auf Kooperation, Regulierung oder strategische Konkurrenz setzen – und welche Optionen sich daraus für stabile internationale Ordnungsstrukturen ergeben.

ACGO ist Teil internationaler Forschungsnetzwerke und kooperiert mit Universitäten und Forschungsinstituten weltweit. Gleichzeitig besteht ein enger Austausch mit Regierungsvertretern, internationalen Organisationen und Abgeordneten. Auf dieser Grundlage werden analytische Erkenntnisse in praxisrelevante Analysen übersetzt und für politische Entscheidungsprozesse nutzbar gemacht.

Neuigkeiten

Special Section: Neue Technologien und strategische Stabilität

ACGO arbeitet derzeit gemeinsam mit Wissenschaftler:innen verschiedener europäischer Institutionen an einer Special Section zu den Auswirkungen neuer und dual-use Technologien auf strategische Stabilität. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technologische Unsicherheit und neue Fähigkeiten Krisenstabilität und Abschreckung, Rüstungsdynamiken, Verwundbarkeit und Resilienz, Bündniskohäsion sowie die Entwicklung internationaler Normen beeinflussen.

An der derzeit in Vorbereitung befindlichen Special Section wirken Dr. Oscar Prust und Alisa Grunert (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Thomas V. Bauer (TUM / RWTH Aachen) und Anna Calabrese (Centro Studi Americani) mit. Die Einreichung der Special Section ist bis Ende des Jahres vorgesehen.

Bis zum 30. November 2026 besteht noch die Möglichkeit, einen weiteren Beitrag in die Special Section aufzunehmen. Interessierte Wissenschaftler:innen können sich hierzu an ACGO () wenden.

ACGO bei den UN-Verhandlungen zu autonomen Waffensystemen in Genf

Ein Team der ACGO-Forschungsgruppe hat an der ersten Verhandlungsrunde der 2026 CCW Group of Governmental Experts (GGE) on Lethal Autonomous Weapon Systems in Genf teilgenommen. Vor Ort wurden die laufenden Verhandlungen zum aktuellen Rolling Text und zu möglichen Ergebnissen bis zum Mandatsende 2026 beobachtet. Parallel führte ACGO einen geschlossenen Fragebogen mit Delegationen durch, um nationale Positionen systematisch zu erfassen und empirisch auszuwerten.

ACGO gibt POLITIKUM Special Issue zu Rüstungskontrolle und Rüstungsdynamiken heraus

Die ACGO-Forschungsgruppe übernimmt die Gastherausgeberschaft für ein Sonderheft der Zeitschrift POLITIKUM zum Thema Rüstungskontrolle, Rüstungsdynamik und Rüstungsindustrie. Das Heft bringt wissenschaftliche und praxisorientierte Perspektiven zusammen und soll im Mai 2026 erscheinen.

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