Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Master- und Magisterarbeiten

Michael Dietrich (2017)

Die Rolle des japanisch- chinesischen Austausches in der Entwicklung der Wissenschaft im Japan des 17. Jahrhunderts - Gelehrten-Netzwerke in der ersten Hälfte der Edo-Zeit


Silke R.G. Hasper (2017)

Die Rolle von Jugendorganisationen in den Aktivitäten des Buddhismus im Japan des 20. Jahrhunderts am Beispiel der Keiō University Young Buddhist Association


Jan Heck (2017)

Der Weg der theoretischen Physiker zur Forschung im Japan der Nachkriegszeit: Eine Analyse ihres Wissenschaftsverständnisses


Katharina Kaufmann (2017)

Diskursanalyse deutscher und japanischer Ablehnungsausdrücke am Beispiel von Geschäftsbriefen


Alexander Schwarz (2017)

Gründe für die Existenz von Konsumkrediten in Japan und ihnen zugrundeliegende Bedürfnisse auf Verbraucherseite


Stefan Walter Brückner (2016)

Der japanische Diskurs um das Recht auf kollektive Selbstverteidigung. Eine themenmodellgestützte Analyse von Blogbeiträgen


Nicole Marion Müller (2016)

Die japanische Tonio Kröger-Rezeption. Bedingtheiten, Potenziale, Grenzen einer kulturüberschreitenden literarischen Reappropriation, nachvollzogen am Übersetzungsvergleich


Daniel Alexander Wollnik (2016)

Die gesellschaftliche Implementierung des Telefons in Japan im 19. Jahrhundert – Eine Analyse aus diskursgeschichtlicher Perspektive


Thomas König (2016)

Abenomics - Untersuchung zur gesellschaftlichen Debatte und Meinungsbildung im japanischen blogspace


David Strauß (2016)

Das Framing des Reaktivierungsprozesses von Atomkraftwerken in japanischen Tageszeitungen


Laura Blecken (2015)

Der Sprachgebrauch von sekinin [Verantwortung] auf japanischen Blogs – Eine Big-Data-Analyse mit dem TopicExplorer zur Nuklearkatastrophe von Fukushima


Eva Zimmermann (2015)

Japan und internationale Schiedsgerichtsbarkeit E. Peshine Smith und der Fall der Maria Luz


Iris Zwanziger (2015)

Wasserstoffmobilität in Japan: Erwartungen und Strategien


Henriette Mühlmann (2015)

Die Bedeutung des Porzellangewerbes für die lehnsfürstliche Regierung von Saga: Eine Untersuchung der politischen Gestaltung seiner Entwicklung im 17. und 18. Jahrhundert


Yvonne Richter (2015)

kodokushi im heutigen Japan: Medienanalyse zum Wandel des Verständnisses von 1995 bis 2014


Giuseppe Castellaneta (2014)

Quantitiative Untersuchung von Stadtverdichtungsprozessen in Tōkyō. Fallbeispiele Okusawa und Shinonome


Jan Niggemeier (2014)

Die japanische Anti-Atomkraft-Proteste nach dem Unfall von Fukushima als New Social Movement


Roman Lossa (2014)

Statistische Analyse sprachlicher Merkmale von japanischen Blogs


Kenta Kronenberg (2014)

Die ACTA-Debatte in Japan

Die Massenproteste gegen ACTA wurden bisher seltener wissenschaftlich beleuchtet, obwohl sie in Europa entscheidend für die nicht stattgefundene Ratifizierung des Abkommens waren. Die wenigen Arbeiten, die die Proteste aufgegriffen haben, betonen die Bedeutung des Internets bei der Protestmobilisierung und Meinungsbildung. Durch die schnelle Verbreitung über das Internet wurden in Europa aus einer kleinen Gegnergruppe in einer Art „Domino-Effekt“ Massenproteste.

Die Arbeit geht der Frage, weshalb derartige Proteste in Japan ausblieben, durch die Kombination von drei Methoden nach. Zum einen zeichnet eine Systematisierung den Entstehungsprozess von ACTA nach, an dem Japan maßgeblich beteiligt war. Zum Zweiten erklärt eine qualitativ-quantitative Analyse der japanischen Massenmedien das Ausbleiben größerer Proteste durch die mediale Darstellung des Abkommens, denn nach der Agenda-Setting-Theorie haben die Massenmedien Einfluss auf die Problemwahrnehmung in der Bevölkerung. Zum dritten werden die im Internet gemachten Aussagen von japanischen ACTA-Gegnern qualitativ untersucht, um zu ermitteln, welche gesellschaftlichen Umstände nach ihrer Meinung zur Erfolglosigkeit der Kritiker geführt haben.


Martin Genzow (2014)

Die Schneidwarenindustrie in Seki, Japan

Die Magisterarbeit geht der Frage nach, wie Seki sich zu einem derart erfolgreichen Standort der Schneidwarenindustrie entwickeln konnte, und konzentriert sich dabei auf die Messerherstellung. Welche Umstände führten zur Entstehung des Standortes, wie konnte er sich so lange behaupten und welche Herausforderungen und Chancen bestehen aktuell?

Um diesen Fragen aus historischer Sicht bis heute nachzugehen, wurden die wirtschaftsgeografischen Theorien von Alfred Weber und Michael E. Porter herangezogen, die sich mit der Standortwahl von Industrien (Weber) und der Clusteranalyse moderner Unternehmen (Porter) auseinandersetzen.


Florian Becker (2014)

Der Einfluss der positivistischen Ideen um Cesare Lombroso und die Entwicklung landeseigner Kriminologien in Japan und Deutschland zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im Vergleich


Sabine Gryschka (2013)

Erfinder im Japan der Taishō-Zeit (1912-1926) – von der Randexistenz zum technologischen Innovationstreiber?

Die Arbeit betrachtet den Beitrag individueller Erfinder zur technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung Japans. Obwohl jene Erfinder weder an Universitäten noch in unternehmensinternen Entwicklungsabteilungen arbeiteten, führte ihr Engagement zur Gründung von Unternehmen, die in Japan noch heute Bestand haben. Es wird daher betrachtet, welche staatlichen und privaten Innovationsfördermaßnahmen es gab und welchen Einfluss sie auf die Erfinder der Taishō-Zeit hatten.


Matias Focken (2013)

Verkehrsinformationssysteme in Japan – Zwischen aufgesplitteter Verwaltung und kooperierenden Unternehmen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Implementierung sog. Intelligent Transportation Systems in Japan. Nach ersten Schritten in den 1960er und 70er Jahren, wurde in Japan 1996 das weltweit erste Verkehrsinformationssystem den Betrieb auf. Seitdem behielt Japan die Führerschaft in der Entwicklung und Standardisierung von intelligenten Verkehrsleitsystemen. Es wird untersucht, welchen Einfluss Unternehmen, Institutionen und Politik diesbezüglich hatten und welche Ziele angestrebt wurden und wie diese realisiert werden konnten.


Simon Preker (2013)

Deng Xiaopings Japanbesuch (1978) – Auswärtige Repräsentation im Spiegel der japanischen Presse

Die Arbeit untersucht den Verlauf des Staatsbesuches von Deng Xiaoping im Jahre 1978 im Anschluss an die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Japan und der Unterzeichnung des chinesisch japanischen Friedens- und Freundschaftsvertrages; er sollte als Grundstein der chinesisch-japanischen Beziehungen dienen. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit liegt daher auf der bewussten Inszenierung des Besuches durch die Gastgebernation Japan und welches Image Japans dadurch kommuniziert werden sollte. Die Untersuchung wird durch eine Analyse japanischer Presseberichte zum Besuch Deng Xiaopings ergänzt.


Harald Kümmerle (2013)

Die Institutionalisierung der höheren Mathematik im Japan der Meiji- und Taishō-Zeit

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Mathematik in Japan als akademische Disziplin bzw. wissenschaftliches Institutionengeflecht. Nach der sog. Landesöffnung wurde Wissen zur westlichen Mathematik nach Japan eingeführt, wo bis dahin beinahe ausschließlich die traditionelle Rechenkunst „wasan“ praktiziert wurde. Es wird untersucht, wie nach der Meiji-Restauration 1868 die institutionellen Grundlagen für die Mathematik als moderne Wissenschaft gelegt wurden. Daher wird der Institutionalisierungsprozess der höheren Mathematik, d.h. der mathematischen Forschung, mit einem Ansatz analysiert, der ihn in die vier parallel ablaufenden Prozesse Organisationsbildung, Professionalisierung, Standardisierung und Disziplinierung aufgliedert.


Uwe Glindemann (2013)

Corporate Social Responsibility in Deutschland und Japan im Vergleich – Ein Vergleich am Beispiel der Daimler AG und Toyota

Die Arbeit beinhaltet den deutsch-japanischen Vergleich der CSR zweier großer international tätiger Automobilunternehmen im Hinblick auf die CSR der beiden Firmen. Als Fallbeispiele werden hier die Daimler AG und Toyota gegenübergestellt. Aufgegriffen werden spieltheoretische Überlegungen, die für die Analyse der Fallbeispiele im Verlaufe der Arbeit herangezogen werden. Zum besseren Verständnis der Untersuchung wird die CSR des jeweiligen Unternehmens in die nationalen Rahmenbedingungen eingebettet betrachtet.


Judith Flecke (2012)

Die Entstehung der Atomsicherheitskommission im Rahmen der japanischen Atompolitik – Unter besonderer Berücksichtigung der Stellungnahme des Japanischen Wissenschaftsrates –

Die Arbeit thematisiert die Entstehung und Entwicklung, sowie die daran beteiligten Personen und Behörden, der Japanischen Atomsicherheitskommission (Nuclear Safety Commission of Japan, NSC). Diese wurde 1978 auf Basis der Amerikanischen Nuclear Regulatory Commission gegründet, stellt sich jedoch als  eine vergleichsweise rechtlich schwach gestellte Institution ohne exekutive Befugnisse dar. Durch Analyse der japanischen Atompolitik von ihren Anfängen bis Ende der 70er Jahre werden einerseits die Gründungsumstände der NSC dargestellt und andererseits die Anwendbarkeit von Johnsons „Developmental State“-Theorie, die  Einflüsse der staatlichen Lenkung,  auf diesen Industriebereich überprüft.


Yuko Murata (2012)

Zur Entwicklung der Aussprachefertigkeiten bei japanischen Deutschlernenden

Die Arbeit thematisiert den Prozess des Ausspracheerwerbs japanischer Deutschlernender  sowie die Bewertung der Aussprache durch deutsche Muttersprachler. Anhand der Analyse des Prozesses werden die Schwierigkeiten beim Ausspracheerwerb offengelegt und eingehend erläutert. Dadurch soll es gelingen, sprecherische Elemente herauszuarbeiten, die zu einer besseren Bewertung der Aussprache von japanischen Deutschlernenden durch Muttersprachler führen können.


Nancy Jahn (2012)

Die Bedeutung der Medizinschule Tōkyō für die Verbreitung der deutschen Sprache im Japan der frühen Meiji-Zeit

Ziel der Arbeit ist es herauszuarbeiten, welche Bedeutung der Medizinschule Tōkyō für die Verbreitung der deutschen Sprache im meiji-zeitlichen Japan besaß. Die Arbeit konzentriert sich hier auf den Zeitraum zwischen 1871 und 1881. Im Vordergrund der Untersuchung steht die Aufarbeitung der Methoden des Spracherwerbs. Zu diesem Zweck werden u.a. Ego-Dokumente zur Analyse herangezogen.


Franziska Steffen (2012)

Aberglaube und Neue Religionen in der frühen Meiji-Zeit – Rechtliche Stellung und gesellschaftlicher Kontext am Fallbeispiel der Renmonkyô

Ziel der Arbeit ist es, die Geschichte der Neuen Religionen in Japan unter dem Aspekt eines sich formierenden Aberglaubensbegriffes zu analysieren. Am Beispiel der Renmonkyô, in den 1870er Jahren gegründet und innerhalb kürzester Zeit eine der mitgliederstärksten Gruppierungen, wird im Spannungsfeld Medizin und Religion der Begriff Aberglaube anhand des „Markplatzmodells“ von Wolff und Suzuki betrachtet. Im Zuge dessen werden die politisch-ideologischen Absichten und medizinische-naturwissenschaftlichen Zielstellungen der Definition von Aberglaube bzw. der Dichotomisierung von Aberglaube und Religion vor dem Hintergrund ihrer rechtlichen Stellung in der frühen Meiji-Zeit herausgearbeitet.


Jacqueline Hellmich (2012)

Onmyōji der Heianzeit sowie die Vorstellung ihrer im Onmyōdō-Boom Ende des 20. Jahrhunderts


Lena Shimada (2012)

Surô Raifu (Slow Life) – Definition und Kulturwissenschaftlicher Hintergrund

In dieser Arbeit wird der Begriff surô raifu, welches als Gegenkonzept zu Fast Food verstanden werden kann, thematisiert. Dieses Konzept lässt sich, ebenso wie Fast Food, mit Ritzers McDonaldisierungs-Theorie und dem Postfordismus illustrieren und wird auch als verschiedenartige Ausprägungen des gleichen sozioökonomischen und politischen Gesamtsystems interpretiert. Zusätzlich zur Konzeptualisierung des ‚entschleunigten Lebens‘ werden auf Basis der Anwendbarkeit des Konzepts surô raifu in den Bereichen städtischer und kommunaler Raum, Wohnraum und Lebensstil Auswirkungen auf die japanische Gesellschaft betrachtet.


Diana Kirchner (2012)

„Junshi“ im Vasallenverband der Date-Familie

Die Arbeit untersucht die Frage, warum einige Samurai dem verstorbenen Herren in den Tod folgten (junshi). Diese Form der institutionalisierten Totenfolge wird meist durch rituellen Suizid praktiziert. Die Motive, die zum Entschluss zur Selbsttötung führen sind meist Loyalität zum Herrn, Neuorganisation der Vasallen sowie emotionale Beweggründe. Als Fallbeispiel wurde die Date-Familie gewählt, eine der einflussreichsten Familien während des frühen 17. Jahrhunderts, eine Zeit während der es eine signifikante Häufung der junshi gab.


Eva-Maria Schmidt (2012)

Kooperation von NPOs mit der Verwaltung in Japan - Das Fallbeispiel von Groundwork Fukuoka


Martina Barkleit (2011)

Die Entwicklung japanischer Talentagenturen und wie sie populäre Idols produzieren – Am Beispiel von Johnny's Entertainment

Diese Arbeit thematisiert ein Phänomen der japanischen Unterhaltungsbranche – die Idols im Kontext der sie erschaffenden Talentagenturen. Ausgehend von einer Begriffsdefinition und der Entstehung der Idols werden die Strukturen dieses Phänomens am Beispiel einer großen Agentur Johnny’s Enterainment aufgezeigt. Dies umfasst die Analyse der Strategien und Methoden der Idolvermarktung und der Fangewinnung an konkreten Beispielen und die Darstellung der Methoden, mit denen Fans und Medien beeinflusst werden.


Rania El-Azzami (2011)

Die Verbreitung und Nutzung von E-Learning in der höheren Bildung in Japan – Eine Untersuchung im Fokus bildungspolitischer IT-Strategien als Grundlage gegenwärtiger E-Learning Trends, konkretisiert an Umfragenauswertungen.

Die Arbeit untersucht E-Learning in Japan, welches seine Wurzeln in der sog. Fernlehre (enkaku kyōiku) hat und im Jahre 2000 durch die Anerkennung durch den Universitätsrat des Kultus- und Wissenschaftsministeriums (MEXT) institutionell etabliert wurde. Trotz der offiziellen Anerkennung und staatlichen Förderprogrammen wird E-Learning nur wenig genutzt; Diskrepanzen zwischen Forschung und Praxis erschweren die Nutzung zusätzlich. Die Strategien zur E-Learning-Förderung werden sowohl anhand von theoretischen Modellen als auch anhand von einer Umfrage analysiert.


Jessica Hennings (2011)

Carrer Consulting in japanischen Unternehmen – Entwicklungstendenz im Personalbereich unter dem Einfluss politischer Richtlinien der letzten 10 Jahre

Die Arbeit untersucht Carrer Consulting als Instrument der Personalentwicklung vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit und einer zunehmenden Anzahl Jugendlicher, die ihre Karrierewahl hinausschieben sowie dem Abbau sozialer Leistungen von der Seite der Unternehmen und makroökonomischer Veränderungen. Auch Maßnahmen der japanischen Regierung, Schüler und Studenten frühzeitig zu einer Berufsentscheidung zu verhelfen werden erwähnt.


Alexander Dorenburg (2010)

Wahlkämpfe im Hybridsystem Japans: Die Modernisierung der politischen Kommunikation


Christian Gmür (2010)

Die erste Auslandsreise des Kronprinzen Akihito nach Großbritannien 1953


Naoko Karakatsanis (2009)

Geschlechtsspezifische Lohnungleichheiten in Japan im Kontext des Lohn- und Personalsystems


Anne Lange (2009)

Das Leben des Kishi Ichita (1874 - 1937)

Die Arbeit widmet sich der facettenreichen Biografie Kishi Ichitas. In Okayama geboren, nahm er ein Medizinstudium auf, welches ihn im Jahr 1900 nach Halle an der Saale führte. Nach seiner Promotion an der Vereinigten Friedrichs Universität Halle/Wittenberg nahm er eine Stelle in der japanischen Kolonie Taiwan an. Hier knüpfte er den wichtigen Kontakt zum späteren japanischen Innenminister, Gotō Shinpei (1857 –  1929). Nach einem Aufenthalt in der Mandschurei kehrte Kishi 1912 endgültig nach Japan zurück und gründete die Akabane Flugzeugwerke in Tōkyō. Nach deren bankrott Anfang der 1920er Jahre erhielt Kishi  mehrfach Regierungsaufträge von Gotō. Die Gründung einer neureligiösen Gruppierung Ende der 1920er Jahre stellte den Höhepunkt der Unternehmungen Kishis dar; Anfang der 1930er Jahre wurde er wegen seiner religiösen Aktivitäten schließlich polizeilich verfolgt und durch den führenden Psychiater Japans, Miyake Kōichi (1876 – 1954) für schuldunfähig erklärt, wodurch er einer Verurteilung entging.


Franziska Tappe (2009)

Wa(h)re Heimat - Authentizität von Heimat am Beispiel japanischer Souveniers


Christoph Baumann (2006)

Die japanischen Studenten des "Staatswissenschaftlichen Seminars" von Professor Conrad an der Universität Halle-Wittenberg im Zeitraum von 1887 - 1909

Am Staatswissenschaftlichen Seminar von Johannes  Conrad, der ein international einflussreicher Vertreter der  „Historischen Schule“ war, studierten u.a. auch mindestens 15  japanische Persönlichkeiten, die nach ihrer Rückkehr nach Asien  größtenteils prominente Stellungen in Japans Gesellschaft und Wirtschaft   bekleideten. Anhand der Seminarprotokolle werden die  Studienaktivitäten und -inhalte der japanischen Studenten untersucht und  auf einen möglichen Bezug zu ihrer späteren Tätigkeit in ihrer Heimat  geprüft, um einen Einblick in ein wichtiges Kapitel des Wissenschaftstransfers auf wirtschaftswissenschaftlichem Gebiet zwischen Deutschland und Japan während der Meiji-Zeit zu gewinnen.


Stefan Peßler (2006)

Die On-Lesung: Zur sprachlichen und geschichtlichen Herkunft der sinojapanischen Lesung

Dreimal hat das Japanische Kanji-Lesungen aus dem Chinesischen übernommen und sie als On-Lesung  bis heute konserviert. Das Nebeneinander von Go'on, Kan'on und To'on  bedeutet zwar für die Gegenwart mitunter ein Durcheinander verschiedener  Lesungen bei demselben Zeichen, erlaubt aber auch einen  aufschlussreichen Blick in die Vergangenheit: Alle drei Lesungen zeigen  in ihrer Lautgestalt historische Sprachzustände des Chinesischen auf und sind gleichzeitig ein lexikalisches Abbild der Ereignisse zum Zeitpunkt ihrer Entlehnung.


Daniela Steffen (2005), Diplom im Bereich Wirtschaftswissenschaften

Demographischer Wandel in Japan und Deutschland aus personalwirtschaftlicher Sicht

Ausgehend von dem in der Personalwirtschaft zu  beobachtenden Perspektivenwechsel im Sinne des Human Resource Management untersuchte diese Arbeit grundlegende Merkmale des japanischen und des deutschen Beschäftigungssystems – wie z.B. die sog. lebenslange Beschäftigung und das Senioritätsprinzip für Japan – und deren Implikationen für die Beschäftigungsentwicklung unter den Bedingungen demographischen Alterns. Es konnte gezeigt werden, daß die Alterung der Bevölkerung nicht automatisch zu besseren Chancen für Randgruppen auf dem Arbeitsmarkt führt. Frauen, ältere Menschen und jüngere Arbeitnehmer bilden eine erhebliche Reserve auf den Arbeitsmärkten, die im Rahmen eines erweiterten Diversity-Konzepts, das verschiedene personalwirtschaftliche Ansätze umfassen und auch den Unternehmensinteressen entgegenkommen würde, mobilisiert werden könnte.

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